Heilpraktikerin Carola Kaempf

       
Ohrakupunktur


Die OAP gehört zu den Reflexzonen-Therapien und hat als solche eine traditionelle Verwurzelung in der Volksmedizin alter Kulturen. Sie wurde hauptsächlich gegen Schmerzen (Ischalgie, Zahnschmerzen) eingesetzt.
Im Urtext der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem legendären „Gelben Kaiser“ „Huang Ti Nei King Su Wen“ steht bereits: „ Das Ohr ist der Ort, an dem alle Meridiane sich treffen“.
Man nutzte sie im alten Ägypten. Hippokrates empfahl die Kauterisierung ( setzen einer kleinen Brandwunde in ein Hautareal zu therapeutischen Zwecken ) des Ohres. In den heutigen arabischen Ländern mit ihrer uralten Medizintradition ist die Kauterisierung immer noch geläufig.
Anekdotenhaft sei noch an die Piraten mit ihrem Ohrring erinnert, um feindliche Schiffe am Horizont früher ausmachen zu können.
Die Ohrmuschel wird von drei großen Nerven versorgt. Der Trigeminusnerv innerviert mit einem Seitenast seines unteren Teils den größten Teil des Ohres. Der Vagusnerv und der Plexus cervicalis supervicialis innervieren den verbleibenden Teil.
Die Kerne dieser Nerven liegen im Hirnstamm, im verlängertem Rückenmark. Sie sind in einer bestimmten Schaltstelle, die sich bis in das Mittelhirn fortsetzt verknüpft. Sie verbindet
Hirn und Körper. Es laufen somit alle Aktionen egal, ob aus dem Großhirn mit dem Willen gesteuerte oder aus dem Kleinhirn, die unwillkürlichen Aktionen sowie die Aktionen aus dem verlängerten Rückenmark ( Atmung, Kreislauf ) durch diese Schaltstelle. Umgekehrt werden alle Informationen an das Gehirn dort verarbeitet, verteilt und weitergeleitet.
Reizt man einen Punkt auf der Ohrmuschel mit einer Nadel oder manipuliert ihn auf andere Weise, läuft das so ausgelöste Signal auf einem extrem kurzen ungestörten Weg zur Schaltstelle und von dort weiter entweder zum Gehirn oder/und zum Erfolgsorgan im Körper.
Das äußere Ohr ist einmalig, wie sein Besitzer. Das Ohr bleibt in seiner Form und Struktur und somit die genetische Grundstruktur das ganze Leben lang unverändert. Der embryonalen Entwicklung entsprechend spiegeln sich in der durch die jeweiligen Nerven versorgten Gebiete die inneren Organe, Knochen , Muskeln, Gefäße, Herz, Niere, Genitalien, Nervensystem und Haut wider.
Somit können Schmerzen nach Traumen z.B. Verstauchungen, Bänder- und Muskelzerrungen, postoperative Schmerzen, Neuralgien, Kopfschmerzen/Migräne, funktionelle Störungen der Organe, Entzündungen und Spasmen innerer Organe, vegetative Störungen, chronisch-degenerative Störungen sowie Suchtverhalten behandelt werden.
Sehr erfolgreich wird die OAP zur Unterstützung bei Diäten und Raucherentwöhnung eingesetzt.
Auch hier muß herausgefunden werden, warum der Patient immer essen muß. Handelt es sich um Streß, Frust, Sorgen oder eine Gesamtverstimmung des Organismus, die eventuell mit der Körperakupunktur kombiniert werden sollte.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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