Heilpraktikerin Carola Kaempf

       
Diätetik

Ein Teil der TCM ist die Ernährungslehre, die zur Vorbeugung, Gesunderhaltung, zur Unterstützung anderer Therapien wie Akupunktur und Kräutertherapie und zur Heilung eingesetzt wird. Schon Hippokrates und San Si Maio sagten:
Hippokrates: Unsere Nahrungsmittel sollen unsere Heilmittel sein. Unsere Heilmittel sollen unsere Nahrungsmittel sein.
San Si Maio: Erst wenn Nahrungsmittel nicht als Heilmittel wirken, sollen Medikamente (Kräuter) eingesetzt werden.
So kann man die Ernährung in 3 Teile teilen:

1) zur Prophylaxe und Gesunderhaltung
2) in Heilernährung
3) in Unterstützung andere Therapiemethoden

Ab dem 40. Lebensjahr sind die vorgeburtlichen Reserven um ca 60 % vermindert, so dass man mehr und mehr darauf angewiesen ist, was man isst.
Bemerkbar macht es sich, dass man immer mehr Schwierigkeiten mit unbekömmlicheren Nahrungsmittel hat als in jüngeren Jahren.

Die Nahrungsmittel werden nicht nur in Yin und Yang, bestimmtes Temperaturverhalten sondern auch in deren Geschmack unterschieden. Das Temperaturverhalten unterschiedlich:

1) heiß: verhindert bzw. reduziert Kältezustände und mobilisiert das Abwehrqi
2) warm: dynamisiert, beschleunigt, regt die Vitalfunktion an
3) neutral: es baut Qi auf, regt die Vitalfunktion an und stärkt Magen/Milz; es soll den Hauptanteil ausmachen
4) kühlend: unterstützt die Bildung von Körpersäften und Blut; es befeuchtet die Schleimhäute und Gewebe
5) kalt: dämpft, verlangsamt, setzt die Dynamik herab, vermindert übermäßige Hitze

Eine andere Betrachtungsweise sind die Geschmacksrichtungen, die unterschiedliche Wirkungen auf das Qi haben. Eine ausgewogene Mischung liefert uns eine harmonische Ernährung. Zu viel von einem Geschmack kann schädlich sein. Der Magen trennt die Geschmäcker und schickt sie zu den dazu gehörenden Organen, um diese zu unterstützen.
Wie bei den Persönlichkeitstypen wird dem Holz sauer und die Leitbahn Leber/Gallenblase, dem Feuer bitter und die Leitbahn Herz/Dünndarm, der Erde süß und die Leitbahnen Magen/ Milz, dem Metall scharf und die Leitbahn Lunge/ Dickdarm und dem Wasser salzig und die Leitbahn Niere/ Blase zugeteilt.
Es muß eine gründliche Befragung des Patienten stattfinden, um herauszufinden, in welcher Wandlungsphase er eine Unausgewogenheit hat, damit dementsprechende Lebensmittel zur Unterstützung bzw. Behebung empfohlen werden können.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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