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Diätetik
Ein Teil der TCM ist
die Ernährungslehre, die zur Vorbeugung, Gesunderhaltung, zur Unterstützung
anderer Therapien wie Akupunktur und Kräutertherapie und zur Heilung
eingesetzt wird. Schon Hippokrates und San Si Maio sagten:
Hippokrates: Unsere Nahrungsmittel sollen unsere Heilmittel sein. Unsere
Heilmittel sollen unsere Nahrungsmittel sein.
San Si Maio: Erst wenn Nahrungsmittel nicht als Heilmittel wirken, sollen
Medikamente (Kräuter) eingesetzt werden.
So kann man die Ernährung in 3 Teile teilen:
1) zur Prophylaxe und Gesunderhaltung
2) in Heilernährung
3) in Unterstützung andere Therapiemethoden
Ab dem 40. Lebensjahr sind die vorgeburtlichen Reserven um ca 60 % vermindert,
so dass man mehr und mehr darauf angewiesen ist, was man isst.
Bemerkbar macht es sich, dass man immer mehr Schwierigkeiten mit unbekömmlicheren
Nahrungsmittel hat als in jüngeren Jahren.
Die Nahrungsmittel
werden nicht nur in Yin und Yang, bestimmtes Temperaturverhalten sondern
auch in deren Geschmack unterschieden. Das Temperaturverhalten unterschiedlich:
1) heiß: verhindert bzw. reduziert Kältezustände und mobilisiert
das Abwehrqi
2) warm: dynamisiert, beschleunigt, regt die Vitalfunktion an
3) neutral: es baut Qi auf, regt die Vitalfunktion an und stärkt
Magen/Milz; es soll den Hauptanteil ausmachen
4) kühlend: unterstützt die Bildung von Körpersäften
und Blut; es befeuchtet die Schleimhäute und Gewebe
5) kalt: dämpft, verlangsamt, setzt die Dynamik herab, vermindert
übermäßige Hitze
Eine andere Betrachtungsweise
sind die Geschmacksrichtungen, die unterschiedliche Wirkungen auf das
Qi haben. Eine ausgewogene Mischung liefert uns eine harmonische Ernährung.
Zu viel von einem Geschmack kann schädlich sein. Der Magen trennt
die Geschmäcker und schickt sie zu den dazu gehörenden Organen,
um diese zu unterstützen.
Wie bei den Persönlichkeitstypen wird dem Holz sauer und die Leitbahn
Leber/Gallenblase, dem Feuer bitter und die Leitbahn Herz/Dünndarm,
der Erde süß und die Leitbahnen Magen/ Milz, dem Metall scharf
und die Leitbahn Lunge/ Dickdarm und dem Wasser salzig und die Leitbahn
Niere/ Blase zugeteilt.
Es muß eine gründliche Befragung des Patienten stattfinden,
um herauszufinden, in welcher Wandlungsphase er eine Unausgewogenheit
hat, damit dementsprechende Lebensmittel zur Unterstützung bzw. Behebung
empfohlen werden können.
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